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Aufruf zur Solidarität mit iranischen Frauen


Für die Beendigung der Gewalt und Unterdrückung im Iran rufen wir alle Frauen, Frauenorganisationen und – Netzwerke zur aktiven Solidarität mit iranischen Frauen auf. Wir bitten mit Nachdruck anlässlich des 8. März, des Internationalen Frauentages, Protestaktionen unter dem Motto "Freiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter im Iran" zu organisieren.


Die iranische Frauenbewegung kämpft seit über 30 Jahren für Freiheit und Gleichberechtigung. Geschlechter Diskriminierung ist eng mit Unterdrückung der Klassen, ethnische, religiöse und politischen Minderheiten verbunden. Daher spielt der gewaltfreie Widerstand der Frauen und Männer, die sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter in rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und  kulturellen Bereichen einsetzen, in der Entwicklung der Demokratie im Iran eine große Rolle. Die Frauen im Iran kämpfen seit mehr als 30 Jahren eigenständig oder organisiert in verschiedenen Kampagnen für ihre Rechte. Sie sind in ihrem Kampf ständig mit Drohung, Einschüchterung und Haft konfrontiert gewesen. Derzeit sind viele Aktivistinnen in den Gefängnissen inhaftiert.

Acht  Monate  nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran und den daraus resultierende Unruhen wird der Wiederstand der Bevölkerung brutaler den jäh unterdrückt.  Die physische und psychische Unterdrückung  wie Haft, Folter, sexuelle Misshandlung und auch lange Haftstrafen und Hinrichtungen haben stark zu genommen. Zurzeit befinden sich viele der aktiven Frauen aus verschiedenen Widerstandsbewegungen wie die Frauenorganisationen, Grüne -Bewegung, Studenten -Bewegung, Arbeiter-Bewegung in Haft und mit jedem Tag wird die Liste der Verhafteten länger. Neben der Verhaftung von Aktivistinnen werden verstärkt diskriminierende Gesetzte, wie die Gesetz „zum Schutz der Familie“, im iranischen Parlament mit großer Hastigkeit erweitert und verabschiedet.


So erleben wir 30 Jahre nach CEDAW (Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau), das  allerdings vom Iran nicht unterzeichnet wurde, zurückblickend 30 Jahre Diskriminierung der Frauen im Namen der Gesetze der Scharia im Iran. Fünfzehn Jahre nach der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking, an der auch der Iran teilnahm, mit der Verabschiedung der PEKINGER AKTIONSPLATTFORM,  hat die iranische Regierung in keinen Punkt dieses Abkommens ihre Pflichten erfüllt.


In diesen schweren Zeiten zeigt sich die internationale Frauenbewegung solidarisch mit den iranischen Schwestern, in dem sie weitgehend die demokratische Bewegung im Iran unterstützt. Seit vielen Jahren sprechen die Kämpfer/innen für bürgerliche Rechte  im Iran mit der eigene Bevölkerung und mit den Menschen in aller Welt. Sie rufen jetzt alle Verteidiger der Freiheit und Gleichheit in der ganzen Welt zu Solidarität auf.

Im Namen der Gerechtigkeit und Freiheit rufen wir alle Frauenorganisationen, Frauenrechtlerinnen und Frauennetzwerke zur Solidarität mit den iranischen Frauen und der Bürgerrechtsbewegung auf.

Wir bitten alle Verteidiger der Frauenrechte, die internationalen Frauenorganisationen und Feministinnen im März 2010 Aktionen zu organisieren für die Beendigung der Gewalt und Freilassung aller politischen Häftlinge im Iran und die Unterstützung der Frauenbewegung in diesem Land   unter dem Motto "Freiheit und Gleichberechtigung  der Geschlechter im Iran"